500 Menschen demonstrieren gegen die geplanten Einsparungen der Stadt Karlsruhe

E2016-06-18-Demo-01rfolgreicher Auftakt der Kampagne SPART’S EUCH

In der Karlsruher Innenstadt protestierten am Samstag 500 Menschen laut gegen die geplanten Kürzungen des Gemeinderats im sozialen und kulturellen Bereich und traten für eine Stadtgesellschaft ein, in der alle Zugang zur Daseinsvorsorge, Kultur und Bildung haben – unabhängig vom Geldbeutel. Die Demonstration wurde von AKT (Aktion Kollektiv Theatral) organisiert. Unterstützt wurde der Protest von: Personalrat und Chor des Badischen Staatstheaters, ver.di-Betriebsgruppe des Klinikums, Gewerkschaften NGG, ver.di und GEW, VVN BdA, DIE LINKE und Linksjugend [solid].

Die Kundgebung wurde vom Chor des Badischen Staatstheaters mit Verdis Gefangenenchor eröffnet. Der LINKE-Stadtrat Nico Fostiropoulos kritisierte in seiner Rede, dass Geld für Großprojekte wie die U-Strab ausgegeben werde und die Neue Messe jährlich Millionen Defizite verursache, während man bei sozialen Projekten den Rotstift ansetzt. Die Betriebsratsvorsitzende des Badischen Staatstheaters Barbara Kistner warnte vor einer Kulturpolitik à la USA, bei der kritische Kunst unter den Tisch fällt. Außerdem sprach Claudia Wannersdorfer von der ver.di-Betriebsgruppe des Städtischen Klinikums, wo die Wäscherei den Sparplänen zum Opfer fällt. NGG-Gewerkschaftssekretär Elwis Capece kündigte weitere Unterstützung der Proteste durch seine Gewerkschaft an und überbrachte solidarische Grüße von ver.di. Der Dramaturg Peter Oppermann vom ebenfalls von einschneidenden Kürzungen betroffenen Stadttheater Pforzheim überbrachte eine Grußadresse. Zuletzt kündigte Lukas Bimmerle von AKT an, dass die Proteste weitergehen. Der nächste Termin ist die Gemeinderatssitzung am 21.06. um 15:30 Uhr, wozu eine Mahnwache mit Infopoint am Marktplatz stattfindet.

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Bild: Felix Grünschloß

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Der Chor des Badischen Staatstheaters. Bild: Felix Grünschloß