Artenvielfalt ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

16. Oktober 2019  Allgemein

Gestern hat der Trägerkreis des Bienen-Volksbegehrens erklärt, auf ein Dialogangebot der grün-schwarzen Landesregierung einzugehen und bis zum Dezember nicht weiter für das Volksbegehren zu mobilisieren. DIE LINKE Baden-Württemberg fordert, dass in den anstehenden Dialogrunden keine Abstriche beim notwendigen Artenschutz gemacht werden.

Sahra Mirow, Landesprecherin für DIE LINKE. Baden-Württemberg, erklärt dazu: „Die Forderungen des Volksbegehrens sind angesichts des massiven Artensterbens und auch angesichts der Notwendigkeit die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen eher zurückhaltend formuliert. Dennoch sind sie ein wichtiger Schritt, den die Landesregierung nicht ausbremsen darf. Für uns als LINKE ist aber auch klar: Den Preis für die notwendige Umstellung sollen nicht die kleinen und mittleren Betriebe zahlen. Deren Bedenken nehmen wir ausgesprochen ernst. Die Kosten für Umstellung und eventuelle Ertragsminderungen müssen gesamtgesellschaftlich geschultert werden. Das heißt, dass Landwirtinnen und Landwirte für ihren Beitrag zur Erhalt der Artenvielfalt sowohl aus Landesmitteln unterstützt werden müssen, als auch die EU-Agrarsubventionen vermehrt den kleineren Betrieben für ökologisch wertvolles Arbeiten zufließen müssen.“

Claudia Haydt, Landesgeschäftsführerin für DIE LINKE. Baden-Württemberg ergänzt: „Die massive globale und regionale Artenausrottung kann mit einer Landwirtschaft die am Modell des unbegrenzten Wachstums orientiert ist, nicht gestoppt werden. Wir fordern deswegen die Landesregierung auf, nicht die Profite von Bayer/Monsanto oder Syngenta sowie Gen-Lobby zu schützen, sondern die Artenvielfalt und die kleinen und mittleren Betriebe. Schutz von Bienen und kleinen Betrieben ist kein Widerspruch, sondern bedingt sich gegenseitig, denn ohne Bienen stirbt auch die Landwirtschaft.“