Bauprogramm Volkswohnung: 1.500 Mietwohnungen bei weitem nicht ausreichend

05. Juni 2016  Allgemein, Gemeinderat, Karlsruhe

bezahlbarerWohnraumBegrüßenswert: Volkswohnung wieder bei ihrer Kernaufgabe angekommen

Bauziel reicht aber nicht aus, um Karlsruhe ausreichend mit erschwinglichen Mietwohnungen zu versorgen

 „Wir begrüßen es, dass die Volkswohnung nach 15 Jahren Vermarktung von Wohneigentum wieder bei ihrer Kernaufgabe angekommen ist, nämlich erschwingliche Mietwohnungen zu schaffen. Allerdings werden die angestrebten 1.500 Mietwohnungen bei weitem nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken“, erklären Stadträtin Sabine Zürn und Stadtrat Niko Fostiropoulos von den LINKEN im Karlsruher Gemeinderat.

„Die Rahmenbedingungen müssen vom Land so verbessert werden, dass vor allem Wohnungsgenossenschaften wieder aktiver im mietpreisgebundenen Wohnungsbau werden können. Die Stadt selbst ist nicht einmal annähernd so aktiv, wie es erforderlich wäre. Seit 2000 hat sich die Zahl von mietpreisgebundenen Wohnungen in Karlsruhe um zwei Drittel reduziert, jetzt sind es noch circa 3.600. Nimmt man den Anstieg einkommensschwächerer Haushalte hinzu, ist es plausibel, wenn die Karlsruher Liga der Freien Wohlfahrtspflege von 10.000 fehlenden Sozialwohnungen spricht. Wir fordern deshalb ein Umsteuern in der städtischen Politik. Die Schaffung von erschwinglichen, mietpreisgebundenen Wohnungen muss ein Schwerpunkt werden, von der Bauleitplanung bis hin zur Finanzierung“, schließen Zürn und Fostiropoulos ihre Stellungnahme ab.