“Da hat die Wirtschaftslobby ganze Arbeit geleistet.”

2016-01-25_Sabine-DoroMoritz_Wolfgang

Bild v.r.n.l.: Sabine Skubsch (Landtagskandidatin Karlsruhe), Doro Moritz (GEW-Landesvorsitzend), Wolfgang Weber (Vorsitzender DGB-Region Nordbaden)

Die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz kam zu der Veranstaltung der LINKEN “Kostenfreie Bildung für Alle” nach Karlsruhe am 25.01. in das DGB-Haus.

Doro Moritz zog eine bildungspolitische Bilanz der grün-roten Landesregierung: Sie bewertete vor Allem die Einführung der Gemeinschaftsschulen positiv. Sie erinnerte aber auch daran, dass Grün-Rot Wahlversprechen nicht eingehalten hat. Der Ethikunterricht wurde trotz klarer Ankündigung im Koalitionsvertrag nicht eingeführt.
Die Regierungsparteien hielten ihre Versprechen, den Kooperationsvertrag zwischen Kultusministerium und Bundeswehr zu kündigen, nicht.
Hart kritisierte Doro Moritz die Einführung des Fachs Wirtschaft: „Da hat die Wirtschafslobby ganze Arbeit geleistet.“

Und an die Adresse der CDU gewandt: „Ein bildungspolitisches Zurück darf es nicht geben. Wer die Gemeinschaftsschulen noch mitten in der Aufbauphase für gescheitert erklärt, der hat nicht nur jeden Blick für die Realität verloren – der verhöhnt auch das Engagement und die Arbeit, die hunderte von Kolleg/innen seit ihrer Einführung geleistet haben.“

Die Karlsruher Landtagskandidatin Sabine Skubsch sagte: „Mit derselben Entschlossenheit, mit der in der Finanzkrise binnen weniger Tage Banken mit Steuergeld in Milliardenhöhe gerettet wurden, muss jetzt richtig in Bildung und Soziales investiert werden. Dafür brauchen wir Millionärssteuer.“