DIE LINKE ruft in Karlsruhe auf zur 1. Mai-Kundgebung auf dem Friedrichsplatz ab 13:30 Uhr

30. April 2020  Allgemein

Am 1. Mai ruft DIE LINKE zur Kundgebung mehrerer Organisationen auf dem Friedrichsplatz ab 13:30 Uhr auf. Wir wollen am 1. Mai in der Öffentlichkeit thematisieren: In der Corona-Krise halten Frauen die Gesellschaft am Laufen. Die Pandemie macht deutlich, dass vor allem die „Frauen“Berufe für unsere Gesellschaft überlebenswichtig sind: Nämlich Pflegekräfte, Reinigungskräfte, Verkäufer*innen, Sozialarbeitende und viele mehr. In diesen Bereichen herrscht oft Personalmangel, Überlastung und eklatanter Unterbezahlung. Die warmen Worte von Politik und Wirtschaft reichen nicht. Wir fordern: Löhne rauf in Pflege, Einzelhandel und für Erzieher*innen.

DIE LINKE fordert einen finanziellen Schutzschirm für die Kommunen in Baden-Württemberg. Die bislang zugesagte Soforthilfe des Landes ist unzureichend, weil die Kommunen nach der Corona-Krise mit einem öffntlichen Konjunkturprogramm, das die örtliche und regionale Wirtschaft und das Handwerk besonders berücksichtigt, zum wichtigen Träger des Wiederaufbaus werden müssen. Die Corona-Krise triff arme Menschen stärker als Reiche. Deshalb engagieren wir LINKE uns in den Kommunen gerade jetzt in der Krise für die Aufrechterhaltung und Verbesserung der Daseinsvorsorge und der sozialen Infrastruktur. Um eine Zunahme von Armut zu verhindern, müssen das Kurzarbeitergeld deutlich erhöht und die Beschäftigten in Risikobereichen fianziell für ihre Mehrbelastung entschädigt werden. Für belastete Bevölkerungsgruppen wie Alleinerziehende, Niedrigverdienende, Hartz-IV-Beziehende, Kulturschaffende, Geflüchtete und Obdachlose müssen spezielle Hilfsprogramme entwickelt werden. Darüber hinaus setzen wir uns ein für eine dauerhafte Neuordnung der Kommunalfianzierung und eine Sonderabgabe der Milliardärinnen und Milliardäre zur Bewältigung der kommunalen Schuldenlast.

Alles gute Gründe, um am 1. Mai zu demonstrieren – natürlich mit Abstand und Mundschutz.