Es geht anscheinend doch: Kostenloser ÖPNV ist keine Utopie – LINKE im Karlsruher Gemeinderat fordert Beteiligung der Stadt Karlsruhe an Testmaßnahmen für bessere Luft –

16. Februar 2018  Allgemein, Gemeinderat, Karlsruhe

„Unsere Forderungen und Vorschläge nach einem kostenfreien ÖPNV hat die Stadt vor Jahren als Utopie abgetan. Jetzt erwägt sogar die Bundesregierung in diese Richtung zu gehen“, erklären Stadträtin Sabine Zürn und Stadtrat Niko Fostiropoulos zu dem Maßnahmenkatalog, mit dem die Bundesregierung einer Klage der EU-Kommission wegen der schlechten Luft in deutschen Städten zuvorkommen will, und der jetzt in fünf Städten getestet werden soll. „Wir fordern die Stadt Karlsruhe auf sich an dem Modellversuch zu beteiligen. Bei kostenfreiem Nahverkehr wird die Feinstaubbelastung in der City sinken. Es wird weniger Staus und weniger Lärm in der Stadt geben. Gleichzeitig wird sich die soziale Mobilität erhöhen, weil sie nicht mehr vom Geldbeutel abhängt. Die Stadt Karlsruhe könnte sich damit zu einer Modellstadt für sozialökologische Politik machen“, schließen Zürn und Fostiropoulos ihre Erklärung ab.

Und hier der Offene Brief an den Karlsruher Oberbürgermeister:

Pläne der Bundesregierung für bessere Luft in den Städten – kostenfreier öffentlicher Nahverkehr

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Bundesrepublik will, um EU-Sanktionen zu vermeiden, die Maßnahmen für bessere Luft in den Städten ausweiten. Dazu gehört auch ein kostenfreier öffentlicher Nahverkehr. In bisher fünf Städten sollen die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin getestet werden.

Die Stadt Karlsruhe hat einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr. Dennoch sind in die Belastungen in der Stadt durch den Autoverkehr enorm.

Wir fordern deshalb die Stadt Karlsruhe auf sich an dem Modellversuch zu beteiligen. Bitte setzen Sie sich als Oberbürgermeister dafür ein. 

Bei kostenfreiem Nahverkehr wird die Feinstaubbelastung in der City sinken. Es wird weniger Staus und weniger Lärm in der Stadt geben. Gleichzeitig wird sich die soziale Mobilität erhöhen, weil sie nicht mehr vom Geldbeutel abhängt. Die Stadt Karlsruhe könnte sich damit zu einer Modellstadt für sozialökologische Politik machen.

Mit freundlichen Grüßen,

Niko Fostiropoulos, Stadtrat

Sabine Zürn, Stadträtin

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