Frauen haben ein Recht auf Mehr! 16. Oktober: Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit

15. Oktober 2017  Allgemein

Dieser Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit soll auf die bestehende Diskriminierung von Frauen bei Lohn und Gehalt aufmerksam machen. 21 Prozent beträgt die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Das sind genau 21 Prozent zuviel. 2016 verdienten Männder durchschnittlich 20,71 Euro in  der Stunde, Frauen dagegen nur 16,26 Euro. Nur durch den gesetzlichen Mindestlohn hat sich die Schere um 1 Prozent verringert. In diesem Jahr arbeiten Frauen ab dem 16. Oktober bis Jahresende “umsonst”.

Nach wie vor belegt Deutschland damit eine  Spitzenposition im europäischen Vergleich. Die Lohnlücke hat sich in den letzten Jahren kaum geändert. Über das gesamte Erwerbsleben erhalten Frauen knapp 50 Prozent weniger Einkommen als Männer. Die Ursachen sind vielfältig. Oft gibt es keinen Tarifvertrag oder, was die Regel ist, Frauen erhalten für die gleiche Arbeit weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. Viele Frauen befinden sich in der Teilzeitfalle.

In Betrieben, die unter Tarifbindung fallen, liegt die Schere zwischen dem Lohn für Männer und Frauen um 10 Prozent niedriger – auch das ist zu viel und diskriminierend! In den sog. “frauenspezifischen” Berufen wie in Krankenhäusern, der Altenpflege, Kindergärten usw. ist das Lohnniveau sowieso niedriger als in der Industrie. Der in den letzten Jahren deutlich gewachsene Niedriglohnsektor in Deutschland ist überwiegend weiblich. DIE LINKE fordert deshalb: Frauen haben ein Recht auf Mehr – Gleiche Löhne für Frauen – Die diskriminierende Lücke muss geschlossen werden!