Interfraktioneller Antrag: Milieuschutz für die Karlsruher Südstadt

03. Mai 2019  Allgemein

In der Süstadt schlagen die Wellen hoch, nach dem ein Investor das Gebäude der Walhalla und weitere Häuser in der Augartenstraße gekauft und wohlzu zu teurem Wohnraum umwandeln möchte. Auf der kommende Gemeinderatssitzung am 14.05. wird der interfraktioneller Antrag zum Milieuschutz für die Karlsruher Südstadt von DIE LINKE, KULT, Grünen und FDP behandelt. In ihrer gemeinsamen Pressemitteilung heißt es: Sie “möchten mit einem gemeinsamen Antrag den besonderen Charakter und die soziale Durchmischung in der alten Karlsruher Südstadt schützen. In der kommenden Sitzung des Karlsruher Gemeinderates am 14. Mai 2019 beantragen sie, dass die Stadtverwaltung eine Erhaltungssatzung zum Milieuschutz erarbeitet. Die rechtlichen Möglichkeiten dafür sind seit 2013 in Baden-Württemberg gegeben und sollen nun auch in Karlsruhe umgesetzt werden.

Die Südstadt ist ein multiethnischer, sozial durchmischter Stadtteil mit ganz eigenen gewachsenen Strukturen. “Eine funktionierende Nachbarschaftsstruktur und Wohnraum in allen Preislagen machen die Südstadt bei vielen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Bildung und Einkommen beliebt“, weiß KULT-Fraktionsvorsitzender Lüppo Cramer aus eigener Erfahrung zu berichten. Christine Weber, Stadträtin aus der Südstadt, ergänzt: „Die Geschichte ähnlicher Stadtteile in anderen Städten Deutschlands hat gezeigt, dass diese Strukturen geschützt werden müssen, um den Charakter der Stadtteile beizubehalten und nicht Opfer einer Gentrifizierung zu werden.“ Denn mit großer Besorgnis beobachten die SüdstädterInnen und die Bürgergesellschaft der Südstadt Entwicklungen in diese Richtung. „Es ist Zeit gegenzusteuern“, bekräftigt Tom Hoyem, FDP-Fraktionsvorsitzender. Niko Fostiropoulus von Die Linke ergänzt: „Erschwinglicher Wohnraum muss erhalten bleiben“. Eine Erhaltungssatzung zum Milieuschutz entspreche dem Wunsch der Bevölkerung und helfe den sozialen Frieden in der Südstadt zu bewahren, sind sich die Antragsstellenden einig.”