Karlsruhe: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse auf dem Vormarsch

27. Juli 2017  Allgemein, Karlsruhe

Da haben CDU, SPD und GRÜNE ganze Arbeit geleistet: In einer aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung, welche die Entwicklung des Karlsruher Arbeitsmarktes seit dem Jahr 2003 untersucht, wurde festgestellt, dass der Anteil an Minijobbern, Leih- sowie Teilzeitarbeitern um 8 Prozentpunkte von 31 auf 39 Prozent und die Anzahl der Teilbeschäftigten um 72% von 48.400 Menschen auf 83.300 angestiegen ist.

Michel Brandt, Bundestagskandidat der LINKEN in Karlsruhe, kritisiert diese Entwicklung: “In Karlsruhe erleben wir die realen Auswirkungen der Agenda 2010 der damaligen Bundesregierung aus SPD und Grünen. Das vermeintliche Jobwunder in Deutschland basiert auf einer drastischen Zunahme von prekärer Beschäftigung, die oft mit Niedriglohn, Dauerstress und Abstiegsangst für die Beschäftigten verbunden ist. Die große Koalition aus Union und SPD will diese dramatische Entwicklung augenscheinlich nicht stoppen. DIE LINKE fordert eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12€, eine Streichung der sachgrundlosen Befristung und die Abschaffung der Leiharbeit. Damit werden wir diese Entwicklung stoppen und wollen erreichen, dass Arbeit für alle sicher, unbefristet, tariflich bezahlt und sozial abgesichert ist.”