Karlsruher Linksfraktion kritisiert Preiserhöhung bei KVV

30. Oktober 2019  Allgemein

Der Karlsruher Verkehrsverbund erhöht ab 15. Dezember im Durchschnitt die Fahrkartenpreise um 1,8 Prozent. Dies kritisiert LINKEN-Stadtrat Lukas Bimmerle stellvertretend für die Gemeinderatsfraktion: „Mit dieser Preiserhöhung wird ein fatales Signal ausgesendet. Auch dass die Preiserhöhung ausgerechnet die treuen Monatskundeninhaber trifft, ist unverständlich. Die Preisspirale nach oben muss jetzt sofort gestoppt werden. Stattdessen müssen wir politisch diskutieren, wie wir die Preise auf breiter Basis deutlich senken können, z.B. durch ein 365€ Jahresticket.“

„Der KVV sollte das Angebot der grün-schwarzen Landesregierung zum Ausgleich der Einnahmenverluste und Stabilisierung der Preise annehmen. Die Landesregierung steht in der Pflicht, den Kommunen zu helfen und sie bei der Mobilitätswende zu unterstützen, daher muss sie einen finanziellen Ausgleichstopf bilden, um im ganzen Bundesland den Verkehrsgesellschaften dabei zu helfen, die Fahrpreise zu halten und zeitnah zu reduzieren. Ansonsten wird es kaum möglich sein, einen preislich attraktiven ÖPNV zu schaffen und die Verkehrsgesellschaften werden damit zu Preiserhöhungen gezwungen.“, ergänzt Lukas Bimmerle. „Zusätzlich muss die Landesregierung die gesetzliche Grundlage für weitere Einnahmequellen der Kommunen zur Förderung des ÖPNV schaffen, z.B. durch eine kommunale Nahverkehrsabgabe. Dadurch könnte ein ticketfreier ÖPNV für alle finanziert werden. Hierzu sollte auch der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup auf allen politischen Ebenen Druck auf die Landesregierung machen.“