Linke fordern Aufklärung und einen Krisenplan angesichts des Sanierungsdebakels bei der Karlsruher Stadthalle

27. März 2019  Allgemein

Die beiden LINKEN im Karlsruher Gemeinderat Sabine Zürn und Niko Fostiropoulos erklären: „Für uns gibt es zwei zentrale Fragen. Wenn Bestandspläne mangelhaft sind oder angeblich ganz fehlen, ist das nicht vom Himmel gefallen. Zu allen Bauarbeiten an der Stadthalle müsste es, wenn es regulär zugegangen ist, Bauabnahmen, Prüfungen auf Sicht und damit auch korrekte Pläne geben. Die zweite Frage ist, ob man zu lange an einem mangelhaft arbeitenden Planungsbüro festgehalten hat. Was daraus entstehen kann sieht man am Bau des Berliner Flughafens. Das Karlsruher Rechnungsprüfungsamt hat in seinem diesjährigen Schlussbericht, nicht zum ersten Mal, darauf hingewiesen, dass sich die städtischen Fachämter an der Belastungsgrenze bei der Aufgabenerfüllung befinden, und in Teilbereichen auch schon darüber hinaus sind. In unserer Anfrage zur Krise bei der Stadthallensanierung fragen wir unter anderem, ob die Mängel bei den Bestandsplänen zu falschen Vorentscheidungen bei der Sanierungsplanung geführt haben. Wir sprechen auch die Möglichkeit von fehlenden personellen Ressourcen an. Es geht nicht nur um die Vermeidung von millionenschweren Folgeschäden, es geht auch um dem Schutz städtischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor chronischer Überlastung“, erklären Sabine Zürn und Niko Fostiropoulos.