MdB Michel Brandt: Im Einzelhandel müssen 4,5 Prozent plus 45 € her, kein Stundenlohn darf unter 12.50 € liegen. DIE LINKE unterstützt die Warnstreiks!

02. Juli 2021  Allgemein

DIE LINKE und ihr Bundestagsabgeordneter Michel Brandt unterstützen die Warnstreiks im Einzelhandel heute in Karlsruhe. Bei Primark, H&M und Kaufland machen die Beschäftigten Druck für die Forderungen in der laufenden Tarifrunde: 4,5 Prozent plus 45 Euro sowie mindestens 12,50 Euro Mindestlohn. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll ein Jahr betragen. Michel Brandt erklärt dazu: “Den Dank an die Beschäftigten im Einzelhandel während der Pandemie haben die Arbeitgeber im Handel schnell vergessen. Sie setzen auf Konfrontation und legen kein Angebot für die über 5 Millionen Beschäftigten vor, das auch nur annähernd die Leistungen der Beschäftigten in der Corona-Zeit oder die immensen Steigerungen im Umsatz und in den Profiten der Branche widerspiegeln. Die großen Einzelhandelskonzerne haben die Coronakrise mit Kurzarbeitergeld aus Steuern, Stundungen und Mietsenkungen abgefedert und ihren Umsatz auf 1,9 Billionen Euro gesteigert. Die Eigentümer von Einzelhandelsketten und Versandhandel wie Aldi, Lidl, Kaufland, Otto-Versand gehören zu den 10 Reichsten in Deutschland. Aber den Kolleg*innen, die unter schwierigsten Arbeitsbedingungen die Läden offen gehalten haben, verweigern die Konzerne die nötigen Lohnerhöhungen. Im Einzelhandel sind Teilzeitbeschäftigung und befristete Verträge die Regel, schlechte Bezahlung sowieso. 12,50 Euro Mindestlohn ist ja wohl das Mindeste, was bezahlt werden muss. DIE LINKE geht darüber hinaus und fordert 13 Euro Mindestlohn. Miese Löhne, miese Arbeitsbedingungen und jetzt sollen die Kolleg*innen auch noch für die Krise zahlen? Das geht gar nicht. Liebe Kolleg*innnen, ihr habt besseres verdient, dass muss jetzt her.”