NGG: 68.000 Beschäftigten in Karlsruhe droht Altersarmut

05. Dezember 2018  Allgemein

Rund 68.000 Beschäftigte in Karlsruhe erwarten aufgrund ihrer derzeitigen Arbeitsverhältnisse eine Rente unterhalb der staatlichen Grundsicherung. Und das nach 45 Berufsjahren. Das sind 34 Prozent aller Beschäftigten in Karlsruhe. Das hat das Pestel-Institut für die  Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Mittelbaden-Nordschwarzwald aus dem amtlichen Statistiken ermittelt. Wenn die durchschnittliche Rente wie von der Bundesregierung bis zum Jahr 2030 auf nur noch 43 Prozent des Einkommens abfällt, steigt die Zahl der armutsgefährdeten Rentner*innen auf über 77.000 in Karlsruhe. Sogar unter den Vollzeitbeschäftigten hat nur jede*r Fünfte in Karlsruhe einen Rentenanspruch unter 1.000 Euro.

Elwis Capece, Geschäftsführer der NGG-Mittelbaden-Nordschwarzwald, spricht von “alarmierenden Zahlen. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, müsse auch von seiner Rente leben können.” Capece weiter: “Dabei haben Hoteliers, Gastronomen und Bäckermeister bei der Bezahlung durchaus Spielraum. Anstatt auf Aushilfen mit wenigen Wochenstunden zu setzen, sollten sie regelmäßige Vollzeitstellen schaffen – und zwar bezahlt nach Tarif.”