Sabine Zürn über die Folgen des Sparhaushalts

08. November 2016  Allgemein, Gemeinderat, Karlsruhe

100-Prozent-sozial-03In der Stadtzeitung schreibt Sabine Zürn, LINKE-Stadträtin im Karlsruher Gemeinderat: 

Die BNN sehen in der Protestaktion „Spart‘s Euch“ die „Spitze eines Eisbergs“ aus Unbehagen, welcher in der Bevölkerung angewachsen sei. Die großen Reden der Vergangenheit über die problemlose Finanzierung der Kombilösung passten icht zum heutigen Mantra vom sparsamen Haushalten. Die Gemeinderatsmehrheit blendet in diesen Tagen zweierlei aus: Erstens, dass die Mittelkürzungen jene Menschen ganz direkt treffen, die auf die Solidarität der Gemeinschaft besonders angewiesen sind, zum Beispiel Alleinerziehende, Ältere mit kleiner Rente oder Menschen mit Behinderungen. Diese verfügen nicht über Möglichkeiten und Mittel, sich Beratung, Alltagshilfen oder Lebensqualität „dazu zu kaufen“. Zweitens ignoriert man die Folgekosten des Sparens: Probleme wie Gewaltbereitschaft, Suchtverhalten oder „Bildungsferne“ nehmen zu, wenn Rat und Unterstützung zu spät kommen oder ausbleiben. Das Elend zu verwalten, wird teuer. Vor allem aber kostet es – heute schon – Lebensqualität. Sabine Zürn Stadträtin DIE LINKE