Solidarität mit Suruc- Protestkundgebung in Karlsruhe

2015-07-21_Karin-Binder-Mahnwache-Karlsruhe2Bei einem Bombenanschlag in Suruc an der türkisch-syrischen Grenze wurden mindstens 32 Jugendliche getötet und über über 100 weitere Menschen verletzt. Die Jugendlichen der sozialistischen SGDG waren an einer Solidaritätsaktion für den Wiederaufbau von der Stadt Kobanê beteiligt.

Zu Recht macht die linke Oppositionspartei HDP die Politik des türkischen Präsidenten Erdoğan mitverantwortlich für dieses barbarische Verbrechen. Zu lange hat die türkische Regierung den Kampf der Kurdinnen und Kurden für ihre Rechte als größere Bedrohung empfunden als den Krieg der Daesh-Terroristen gegen alle, die ihrer Vorstellung des Islams nicht folgen wollten. Die Finanzierung des IS erfolgte durch Ölverkäufe über die türkische Grenze, der Nachschub an Kämpfern erfolgte ungehindert, während die Grenze für die Verteidigerinnen und Verteidiger im Kampf um Kobanê geschlossen blieb.

2015-07-21_Karin-Binder-Mahnwache-Karlsruhe„Die deutsche Bundesregierung hat dazu geschwiegen und schweigt bis heute. Schlimmer noch: Um Erdoğan nicht zu provozieren, kriminalisiert sie in Deutschland die kurdische Arbeiterpartei PKK, deren Anhängerinnen und Anhänger und deren Symbole, obwohl sie in Kobanê die letzte Verteidigungslinie gegen den Terror sind. Das PKK-Verbot muss endlich aufgehoben werden und der türkischen Regierung muss endlich klare Kritik seitens der Bundesregierung entgegengebracht werden.

Der Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit, die der “Islamische Staat” unzweifelhaft ist, muss endlich auch international eine Antwort entgegengesetzt werden. Die Finanzierung muss ausgetrocknet, der Nachschub an Kämpfern muss gestoppt werden. Weitere Waffenlieferungen in das Krisengebiet müssen gestoppt werden,“ so Karin Binder auf der Protestkundgebung in Karlsruhe