Wir gratulieren: Personalrat des Badischen Staatstheaters Karlsruhe wird mit dem Deutschen Personalräte-Preis in Bronze ausgezeichnet

17. November 2016  Allgemein, Karlsruhe
2016-11-16_dpr02

Elke Hannak (stv. DGB-Vorsitzende), Barbara Kistner und Michel Brandt

Für seine Initiative, die tatsächliche Arbeitszeit des künstlerischen Personals zu erfassen, wurde der Personalrat des Badischen Staatstheaters Karlsruhe gestern Abend in Berlin von der Jury mit dem Deutschen Personalräte-Preis in Bronze ausgezeichnet.

Den Preis nahmen stellvertretend für ihren Personalrat Barbara Kistner und Michel Brandt entgegen. Die Ehrung erfolgte im Rahmen des von DGB und Hans-Böckler-Stiftung veranstalteten Schöneberger Forums, der jährlichen Fachtagung für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst. Die Preisverleihung nahm Elke Hannak, stellvertretende DGB-Vorsitzende vor 200 Gästen vor.

Der erste Preis ging an die Jugend- und Ausbildungsvertretung der Uniklinik Düsseldorf, die erreichte, dass die Auszubildenden in der Pflege ihren Urlaub individuell planen können. Mit dem zweiten Platz wurde die Gemeinsame Arbeitsgruppe der Personalvertretungen der Unikliniken Baden-Württemberg für ihr Pilotprojekt über die psychische Belastung belohnt.

2016_badisches-staatstheater-karlsruhe

Der Personalrat des Badischen Staatstheaters Karlsruhe (Bild www.bund-verlag.de)

Schon unter den letzten 10 von vielen Vorschläge nominiert zu werden, war eine große Ehre. Jetzt aber mit dem dritten Platz ausgezeichnet zu werden, beweist die Bedeutung der Initiative des Personalrats am Badischen Staatstheaters. Derzeit beschäftigt das Badische Staatstheater 820 MitarbeiterInnen mit Regie-, Bühnenbild- und Kostümassistenten sowie Dramaturgen und Theaterpädagogen. Es gab kein Zeiterfassungssystem. Zahlreiche Mitarbeiterinnen absolvierten so einen Arbeitstag mit Proben, Aufführungen und Vor- und Nachbereitung, der oft 16 Stunden hatte. Nach einigem Hin- und Her setzte der Personalrat eine Zeiterfassung durch, in der auf Formblättern die tatsächlichen Arbeitszeiten dokumentiert werden. In der Personalabteilung wird dieser Stundenzettel auf Einhaltung der Höchststundenzahl und Nachtruhe kontrolliert. Nur noch in den Endprobezeiten kann es zu Problemen kommen. Am Wochenende wird nur einmal anstatt zweimal gespielt, um die gesetzlichen Arbeitszeiten einzuhalten.

DIE LINKE Karlsruhe gratuliert dem Personalrat des Badischen Staatstheaters für diese erfolgreiche Verbesserung der Arbeitsbedingungen und dem Bronze-Preis.